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Name Uli P.
Beruf Leider können es sich Angehörige mancher Berufsgruppen noch weniger als andere leisten, ihre depressive Erkrankung öffentlich zu machen.
Wir möchten helfen, die Situation von Menschen mit Depressionen zu verbessern. Wir wollen Depressive und Angehörige dabei unterstützen, sich selbst zu helfen und den Weg aus der Depression aktiv mitzugestalten. Wir glauben, dass die Behandlung der Krankheit Depression optimiert werden kann. Wir möchten etwas dafür tun, dass das Arzt-Patienten-Verhältnis produktiver wird. Dazu gehören auch Forderungen an die Gesundheitspolitik. Wir wollen mehr Forschung für wirksamere, nebenwirkungsärmere Medikamente. Wir wollen, dass eine breite Öffentlichkeit erfährt, was Depression bedeutet. Betroffene sollen offen darüber reden können, ohne berufliche und soziale Stigmatisierung befürchten zu müssen.
Wir wollen unsere Erfahrungen, die Kompetenz der Betroffenen, für alle zugänglich machen und fördern.
Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die unipolare Depression »die weltweit häufigste Ursache für mit Behinderung gelebte Lebensjahre«. In den Industrieländern gehen den Menschen durch keine andere Erkrankung mehr gesunde Lebensjahre verloren als durch die Depression.
Circa 4 Millionen Menschen leiden heute in Deutschland an einer depressiven Störung. 15 Prozent aller Depressiven mit einem schweren Krankheitsverlauf erleben einen so hohen Leidensdruck, dass sie sich das Leben nehmen. Das sind pro Jahr rund 12.000 Menschen in Deutschland. 150.000 versuchen es, Dunkelziffer unbekannt. 90 Prozent aller Suizide stehen in Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung, am häufigsten mit einer Depression.
Schon heute entstehen durch depressive Erkrankungen erhebliche Kosten: Sie sind die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland, nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit werden pro Jahr etwa elf Millionen Ausfalltage durch über 300.000 depressive Erkrankungsfälle verursacht. Depressionsbedingte Frühberentungen verursachen einen volkswirtschaftlichen Schaden von ungefähr 1,5 Milliarden Euro jährlich.
Die Depression ist eine behandlungsbedürftige, ernst zu nehmende Erkrankung. Noch immer fehlt es an Aufklärung auf allen Ebenen, um Suizide zu verringern. Noch immer erhält nur eine Minderheit der Erkrankten eine optimale Behandlung. Noch immer wird die Krankheit Depression in ihrer Schwere und dem durch sie verursachten Leidensdruck unterschätzt. Noch immer schweigen Betroffene über die Diagnose Depression, weil diese Erkrankung stigmatisiert und gesellschaftliche Ausgrenzung sowie berufliche Nachteile bewirkt.
Die Depression ist keine Schwäche des Charakters. Sie ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die schnell und kompetent behandelt werden muss, damit sie nicht im Suizid endet oder chronifiziert.
Es wird Zeit, dass auch die Betroffenen selbst etwas für die Verbesserung ihrer Situation tun. Deshalb haben wir am 16. Mai 2009 die Deutsche DepressionsLiga gegründet. Sie ist die erste, bundesweite Betroffenenvertretung für Depressive. Unsere Mitglieder wie auch der Vorstand setzen sich ausschließlich aus Betroffenen und Angehörigen zusammen. Wir arbeiten ehrenamtlich und unabhängig von Politik, Medizin und Pharmaindustrie. Hinter unseren Projekten steht allein die Kompetenz der Betroffenen. Denn wer, wenn nicht wir, weiß genau, wie sich die Depression anfühlt und was der Depressive braucht?
Wir haben viele Ziele, die erst nach und nach verwirklicht werden können. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Werden Sie Mitglied und helfen Sie durch Spenden, durch aktive Mitarbeit oder durch die Verbreitung unserer Initiative. Im Laufe der Zeit wollen wir im Bereich Selbsthilfe Projekte in ganz Deutschland aufbauen.
Wir möchten unsere Erfahrungen mit der Krankheit weitergeben, Andere unterstützen und Leidenswege abkürzen helfen. Gerade weil es Defizite in der ärztlichen Behandlung, der Psychotherapie, dem medikamentösen Angebot und in der gesellschaftlichen Akzeptanz gibt, wollen wir Impulse setzen und konkrete Hilfsangebote machen.
Wir wollen zu einer starken Stimme werden, die ausschließlich die Interessen der Depressiven vertritt.
Dafür brauchen wir Menschen, die uns dabei helfen!
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