- HOME
- ÜBER UNS
- ÜBER DEPRESSION
- BERATUNG
- SELBSTHILFE
- KLINIKSUCHE
- NEWS UND VERANSTALTUNGEN
- WEITERFÜHRENDE INFOS
Als Mitglied in der Deutschen DepressionsLiga e.V. können Sie einen wichtigen Beitrag leisten: Schon Ihre Mitgliedschaft ist eine wichtige Stimme bei der Umsetzung politischer Ziele und verleiht unserem Vorhaben Nachdruck. Darüber hinaus können Sie entweder durch direkten Kontakt zu den Erkrankten oder durch Mithilfe bei der Umsetzung eines der zahlreichen Ziele und Ideen zur Verbesserung der Situation der Kranken beitragen. Niemand muss jedoch fürchten, zu einer Aufgabe verpflichtet zu werden. Sie ganz allein bestimmen darüber, was für Sie möglich ist und was nicht. Lesen Sie hier einige Aussagen unserer Mitglieder zu ihrer Mitgliedschaft.
Ein grundlegendes Motiv für die Gründung der Deutschen DepressionsLiga e.V. war die Erkenntnis, dass die Betroffenen wichtige Kompetenzträger sind. Diese Einsicht setzt sich zunehmend auch unter den Behandlern durch. Je deutlicher das Ausmaß der Problematik »Depression« wird, umso dringlicher werden die Fragen an das Gesundheitssystem. Vor 20 Jahren glaubte man noch, dass ein paar Gespräche mit dem Psychiater und ein wirksames Medikament ausreichen würden, um diese schwere Erkrankung zu überwinden, aber die Realität sieht vollkommen anders aus und das wird zunehmend erkannt und anerkannt. Depressionen, wenn man sie optimal behandeln will, erfordern menschliche Zuwendung und Verständnis für die spezielle Situation des Betroffenen, denn eine Depression ist meist eine weitaus schlimmere Katastrophe als viele andere Schicksalsschläge.
Ein Gesundheitssystem, das bei zunehmender Kosten- und Zeitersparnis die persönliche Beziehung zwischen Arzt bzw. Therapeut und Patient aus dem Auge verliert, kann das nicht leisten. Viele depressiv Erkrankte sind sozial isoliert und einsam; da reicht es nicht aus, in unregelmäßigen Abständen für ein paar Minuten einen Arzt sehen zu können, selbst wenn es ein sehr guter und verständnisvoller Arzt ist. Auch ein wöchentlicher Therapeutentermin kann nicht unzählige einsame Stunden aufwiegen. Die gewohnten sozialen Kontakte des Kranken ziehen sich häufig von ihm zurück und reagieren mit Unverständnis. Das Unzulänglichkeitsgefühl und die Hoffnungslosigkeit des Depressiven wachsen dadurch immer weiter. Viel zu oft erscheint dann der Suizid als der einzige Ausweg aus einer Situation, die als unentrinnbar erlebt wird, obwohl sie es nicht ist. Wir sind überzeugt davon, dass sich durch die Linderung der Isolation der Kranken Suizide vermeiden lassen, und dass mancher Klinikaufenthalt durch eine bessere ambulante Versorgung überflüssig werden könnte.
Erst wenn man einmal selbst durch eine solche Situation gegangen ist, versteht man, wie es einem depressiv Erkrankten wirklich ergeht. Wir wollen dieses Potenzial eigener intensiver Erfahrung nutzen, um ein Netzwerk gegenseitiger Hilfestellung zu bilden – Ihre und unsere Erfahrungen sind für andere wichtig und wertvoll. Anderen bei der Überwindung dieser schweren Zeit zu helfen ist auch für den Helfenden ein Gewinn, weil er erlebt, dass seine Hilfe, und damit er selbst, wirksam und wertvoll ist.