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Kein Verein kann ohne Mitglieder bestehen und schon gar nicht etwas auf die Beine stellen. Das ist bei uns nicht anders. Wir haben Mitglieder, die eingetreten sind, weil sie wie wir der Meinung sind, dass die Situation psychisch erkrankter Menschen eindeutig verbesserungsbedürftig ist. Sie möchten dies unterstüzen, können oder wollen aber aufgrund verschiedenster Gründe nicht selbst aktiv mitwirken. Andere haben die Möglichkeit, sich in einzelnen oder gar mehreren Projekten einzubringen - in Form von Hintergrundarbeit wie z.B. der Literatursammlung oder "an der Front", z.B. wie unsere Telefoncrew. Genau dies brauchen wir - eine breite Basis an Mitgliedern, die in allen Abstufungen von rein passiv bis sehr aktiv dabei sind. Und bei jedem Einzelnen bedanken wir uns sehr herzlich, denn ohne Euch / Sie wäre der Vorstand ziemlich auf sich alleine gestellt und würde wenig erreichen.
Hier ein paar Beispiele, welche Aufgaben Mitglieder übernommen haben:
Ich bin als aktives Mitglied dem Verein beigetreten, da ich selber an Depressionen leide und gerne meine Erfahrungen weitergeben will, um zu helfen und um etwas Sinnvolles mit meiner Erkrankung anzustellen. Es gibt einfach zu wenig Aufklärung über das Krankheitsbild und auch zu wenig Unterstützungsangebote für Betroffene und Angehörige. Außerdem kann ich als Mitglied selber Hilfe und Unterstützung aus dem Verein ziehen, wenn ich es möchte. Inzwischen bin ich kein aktives Mitglied mehr, aber mir ist es wichtig, ein passives zu bleiben, da ich wenigstens mit meinem finanziellen Beitrag etwas helfen kann. Francy (28), Hamburg
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Ich bin Mitglied bei der Deutschen DepressionsLiga geworden, weil ich gerne dazu beitragen möchte, dass die Krankheit ein neues Image bekommt und salonfähig wird. Ich sehe den Verein als Stützpunkt für Mitglieder (Arbeitsforum plus Bereich für Kommunikation) und Anlaufstelle sowohl für Betroffene als auch deren Angehörige. Weiterführende Links, Adressen, die Mailberatung und die Telefonhotline können richtungsweisend sein und sollen dabei helfen, Entscheidungen zu treffen. Was bekomme ich dafür? Ein Stück Freiheit für ein klein wenig Engagement, bei dem jede Stimme zählt.
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Ich leide seit meiner Kindheit an Depressionen, vor 12 Jahren wurden sie bei mir ärztlich diagnostiziert und behandelt. Ich habe einige Therapien hinter mir und mir geht es besser, ich habe immer wieder mit Tiefs zu kämpfen, aber ich habe neue Wege gefunden, schneller herauszukommen. Als die DDL gegründet wurde, war ich sofort begeistert, ein Verein, der aus Leuten besteht, welche am eigenen Leib erfahren haben, als selbst Erkrankter oder als Angehöriger, was Depression bedeutet und was die Krankheit aus uns macht. Menschen, die eigene Erfahrungen haben, können sich sehr viel besser in uns hineinfühlen und für uns sprechen. Sie wissen besser, woran es mangelt und welche Wege noch gegangen werden müssen, damit die Depression endlich nicht mehr eine Krankheit ist, die verheimlicht werden muss, sondern eine, über die man offen reden kann. Daher war es für mich selbstverständlich, diesem Verein beizutreten, denn durch jeden Beitritt, ob aktiv oder passiv, erhöht sich die Chance, auch politisch etwas bewirken zu können. In Zeiten, in denen es mir gut geht, kann ich mich aktiv einbringen, um anderen zu helfen und für sie da zu sein. In Zeiten, in denen es mir schlecht geht, weiß ich, dass ich allein durch meine Mitgliedschaft zu etwas Großem beitragen werde. Ellen H. (48), Gunzenhausen
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Ich binMitglied der DepressionsLiga geworden, damit endlich die Betroffenen selbsteine Stimme in der Gesellschaft haben. Jeder Betroffene hat die Möglichkeit,als Mitglied in der DepressionsLiga etwas zu ändern: Hilfevon Betroffenen für Betroffene, Aufklärung über Krankheit und-verlauf für Ärzte, Therapeuten und die Öffentlichkeit. Depressiondarf kein Tabuthema in der Gesellschaft bleiben, dafür brauchen wir DEINEStimme! Jedes Mitglied zählt - ich bin dabei, und DU?
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Ich bin nun über 50 Jahre alt und ein großer Teil meines Lebens wurde von der Erkrankung an Depressionen überschattet. Mein berufliches Leben wurde stark beeinträchtigt, meine Familie sehr belastet und vor einigen Jahren war ich an dem Punkt angekommen, das Leben nicht mehr ertragen zu können. Nach dem Zusammenbruch verlor ich meine Arbeitsstelle, nach erfolglosen Wiedereingliederungsversuchen erhalte ich heute schließlich eine Erwerbsminderungsrente. Wäre meine Krankheit früher erkannt und rechtzeitig angemessen behandelt worden, dann wäre mir und den Menschen um mich viel Leid erspart geblieben. Deshalb unterstütze ich die Idee einer Vereinigung, die aufklärt über diese schlimme Erkrankung, Informationen bereitstellt und uns Depressiven eine Stimme in der Öffentlichkeit verschafft. Die Möglichkeit einer aktiven Beteiligung in der DepressionsLiga ist für mich außerdem eine hervorragende Möglichkeit, Gemeinschaft zu finden und meine durch die Depression verloren geglaubten Fähigkeiten auszuprobieren und sinnvoll einzusetzen. Insofern hilft mir die Liga direkt dabei, die Depression immer mehr hinter mir zu lassen. Claudia
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Obwohl das Thema Depression immer öfter in den Medien behandelt wird, gibt es darüber viele falsche Vorstellungen - und das Stigma, das einer psychischen Erkrankung anhaftet, ist weiterhin groß. Wie ich selbst auch, suchen die meisten Betroffenen viel zu spät Hilfe - und die Wartezeiten auf Behandlungsplätze sind immens. Deshalb bin ich Mitglied in der DDL geworden: nur wer Anzeichen erkennt, kann sich frühzeitig Hilfe holen. Und niemand sollte sich wegen seiner Depressionen schämen. Merle
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Ich bin Mitglied in derDDL, weil ich überzeugt bin, dass nur durch eine gemeinsame InteressenvertretungVerständnis geschaffen und Stigmatisierung verringert werden kann. Die DDLträgt dazu bei, Betroffene zu vernetzen, ihnen eine Stimme zu geben und ihnendurch Engagement und Unterstützung neues Selbstbewusstsein zu vermitteln. Mitihren Angeboten ist sie Anlauf- und Schnittstelle zwischen Erkrankten,Angehörigen, Presse, Interessierten und Fachpersonen. Die DDL ermutigt zurSelbsthilfe, informiert kompetent und gibt in mancher Ausweglosigkeit derDepression Orientierung und Halt – denn man weiß in der DDL, dass man nichtalleine ist. Dennis Riehle (25),Konstanz
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Mir tut die Arbeit in der DDL unheimlich gut, weil ich etwas tun kann und es ein Stück Krankheitsbewältigung ist, ohne mich dabei ständig um meine eigene Geschichte zu drehen. Ich traue mir hier immer mehr Dinge zu, die ich noch nie gemacht habe - vor Allem mit Leuten reden, für etwas eintreten, mich nicht immer im Hintergrund verstecken. Mein größtes Anliegen ist, dass immer mehr Menschen, denen es aufgrund von Depressionen so schlecht geht, sich trauen, Hilfe zu suchen, und nicht wie ich viele Jahre nicht wissen, was eigentlich mit ihnen los ist. Annette (45), Hannover
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Ich bin Mitglied der DDL, weil die Scham über die Erkrankung und das (vermeintliche) Versagen in unserer Gesellschaft groß sind- Gleichzeitig sind Schamgefühle, oft unerkannt, ein Bestandteil der Depression. Beide Elemente sind sicher Grund dafür, dass sich die Depressiven erst jetzt zu einer Interessenvertretung zusammenfinden. Der wichtigste Grund für meine Mitgliedschaft in der DDL ist die Überwindung der Scham. Insofern sehe ich daher die Hauptaufgabe der DDL in der Überwindung der Selbst- und Fremdstigmatisierung. Und dass dies gelingen kann, zeigt die Vielzahl an Publikationen, Medienberichten und Interviews zum Thema Depression in den vergangenen Monaten. Conny, W.
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Ich bin bei der DepressionsLiga, weil ich es wichtig finde und es mir gut tut, mit meiner Mitgliedschaft aus der Rolle des Ausgeliefertseins herauszukommen und - innerhalb meiner Grenzen - selbst etwas für mich und uns Depressive tun zu können. Ulla (51)
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Ich hörte im Radio von der DDL und riskierte eine Email und die Mitgliedschaft. So wie mich früher vielleicht die Mitarbeit BElastet hätte, so ENTlastet sie mich heute in weit höherem Maße: man kann den "Neuen" erst mal einen Flyer in die Hand drücken oder sie auf die Homepage der DDL schicken, man ist nicht mehr allein mit all den Problemen und der Verantwortung. Effi Seifert
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Vielen Dank für dieAufnahme in den Verein „Depressionsliga e. V.“. In der örtlichen „FreienPresse“ war vor 2 Wochen ein Artikel über Depression abgedruckt mit derInternetadresse der Deutschen Depressionsliga und so habe ich die Gelegenheitergriffen.
Mir ist es einherzliches Anliegen, dass diese Krankheit an die Öffentlichkeit gebracht wird.Die Menschen müssen lernen, Betroffene nicht als „Verrückte“ oder „nicht ganzrichtig im Kopf“ zu bezeichnen. Ich habe es erstkürzlich wieder bei meinem letzten Arbeitgeber erfahren müssen. Ich empfinde esals grausam, wie mit kranken und hilfsbedürftigen Menschen seitens derChefetage umgegangen wird. Auch die Kollegen sind total überfordert im Umgangmit Betroffenen.
Ich habe so dasGefühl, dass es hier auch in meiner Heimat sehr an Aufklärung mangelt. Hier isteine sehr hohe Arbeitslosigkeit und die Arbeitgeber haben kaum sozialeKompetenz. Wenn die Arbeit einer nicht schafft, dann stehen Dutzend andere vorder Tür. Es interessiert niemand, wie es den Arbeitnehmern geht. Das soll mal einkleiner Einblick in meine Situation als Betroffene gewesen sein und auch washier im Erzgebirge so los ist. Sicher sind überall in Deutschland großeBaustellen zu diesem Thema. Deshalb habe ich mich entschlossen, Sie mit zuunterstützen. (Verfasser möchte anonym bleiben)
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