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In welche Klinik soll ich gehen? Wo finde ich die Klinik, die am Besten zu mir passt?

Die meisten Großstädte haben eigene psychiatrische Kliniken. Auch größere Allgemeinkrankenhäuser haben psychiatrische Abteilungen. In kleineren Krankenhäusern im ländlichen Raum ist ein Aufenthalt zumeist nur zur Überbrückung anzuraten. Die Weiterverlegung in eine spezialisierte Klinik sollte schnell angestrebt werden.

Haben Sie mehrere Kliniken zur Auswahl, sollten Sie sich erkundigen, in welcher eine spezielle Station für depressive Erkrankungen oder eine sog. Kriseninterventionsstation existiert. Die unterschiedlichen Symptome psychischer Erkrankungen lassen zumindest im Akutstadium eine stationäre Trennung der Krankheitsbilder angeraten erscheinen. Die Symptome der Schizophrenie oder von bipolaren Erkrankungen können für Depressive sehr belastend sein. Depressionsstationen sind zudem offene Stationen, haben häufig mehr Wohn- als Krankenhauscharakter und können speziellere Behandlungsformen anbieten.

In sehr großen Städten kann es je nach Zuständigkeit der Klinik für einen bestimmten Bezirk passieren, dass Sie an eine andere Klinik mit vergleichbarem Angebot weiter verwiesen werden. Dahinter steht das Konzept von Gemeindepsychiatrien, die für eine bestimmte Einwohnerschaft zuständig sind, um gleichmäßige Auslastungen und kurze Wartezeiten zu gewährleisten. In ländlichen Gebieten gibt es auch Bezirks- oder Landeskrankenhäuser, die zumeist der richtige Anlaufpunkt sind. Ist die Klinik für Sie zuständig, müssen Sie aufgenommen werden.

Auch ob die Klinik in der Nähe Ihrer Wohnung oder Ihres Arbeitsplatzes liegt – oder Sie dies gerade nicht wünschen – kann ein wichtiges Kriterium sein. Erkundigen Sie sich in jedem Fall vorher telefonisch, ob Sie aufgenommen werden können und wenden Sie sich ggf. an eine andere Klinik.

Zuletzt aktualisiert am 10.12.2009 von Thomas Müller-Rörich.

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