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Selbsttötungsgedanken müssen ernst genommen werden. Paradoxerweise ist die Gefahr dann besonders groß, wenn durch medikamentöse Behandlung die Erstarrung nachlässt und die Handlungsfähigkeit des Kranken wiederkehrt. Berichtet der Kranke von zwanghaften Suizidgedanken, muss an die Klinik gedacht werden. Es ist wichtig, dass die Kommunikation darüber nicht abbricht. Machen Sie bitte daher dem Kranken keine Vorwürfe wegen seiner suizidalen Gedanken, sondern seien Sie bemüht, sachlich damit umzugehen.
Wenn Sie nach einer Phase von Suizidgedanken eine plötzliche und unerklärliche Ruhe beim Kranken feststellen, kann das bedeuten, dass er einen festen Entschluss zur Durchführung gefasst hat. Informieren Sie seine Behandler darüber und seien Sie besonders wachsam.
Zuletzt aktualisiert am 14.12.2009 von Thomas Müller-Rörich.