- HOME
- ÜBER UNS
- ÜBER DEPRESSION
- BERATUNG
- SELBSTHILFE
- KLINIKSUCHE
- NEWS UND VERANSTALTUNGEN
- WEITERFÜHRENDE INFOS
Das hängt von der Dauer Ihres Klinikaufenthalts und der mutmaßlichen Reaktion Ihres beruflichen Umfeldes ab. Während sich für wenige Wochen Erkrankung noch eine �Legende� finden lässt, ist es nach mehreren Monaten kaum noch möglich, glaubhafte Abwesenheitsgründe vorzuschieben. Das kann die Angst vor einem beruflichen Wiedereinstieg erheblich erhöhen. Da keine körperlichen Beeinträchtigungen ersichtlich sind, wird in Ihrer Arbeitsstelle zudem die Gerüchteküche brodeln und kundige Kollegen werden vielleicht auch auf »etwas Psychisches« tippen. Hierdurch wächst für Sie der Druck.
Es ist daher durchaus angebracht, sich zu überlegen, ob man sich nicht »outen«, soll, wenn eine gewisse Zeit in der Klinik vergangen ist. Ein solcher Schritt kann sehr entlastend sein, auch wenn damit zugleich viele Ängste verbunden sind. Die Klinik bietet hier einen Schutzraum, das Personal unterstützt Sie dabei, wenn Sie mit Ihrem Chef telefonieren müssen und Sie sich überlegen müssen, ob Sie von Ihrer Erkrankung berichten. Gleiches gilt für eventuelle Gespräche oder Begegnungen mit Kollegen. Ist die Erkrankung offenbart, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die berufliche Wiedereingliederung voranzutreiben.
Haben Sie von Anfang an die Überzeugung, dass Sie schweigen müssen, weil Sie auf keinerlei Verständnis in Ihrem beruflichen Umfeld hoffen können, so sollten Sie sich durchaus überlegen, ob es nicht woanders verständnisvollere Arbeitgeber und Kollegen gibt. Eine Depression ist immer Anlass, über Änderungen im Leben nachzudenken.
Zuletzt aktualisiert am 10.12.2009 von Thomas Müller-Rörich.