Drei Millionen Euro Fördergelder vom Bundesbildungsministerium
Münster (epd). Ein bundesweites Forschungsprojekt soll in den kommenden
drei Jahren Panikerkrankungen erforschen. Der Forschungsverbund „Psychotherapie
bei Panikstörungen“ werde dafür vom Bundesforschungsministerium
mit insgesamt drei Millionen Euro gefördert, teilte das Universitätsklinikum
Münster am Donnerstag mit. Das Psychotherapie-Projekt werde bundesweit
an sechs Standorten durchgeführt. Panikerkrankungen gehörten zu den häufigsten
und meisten in das Leben eingreifenden Angsterkrankungen. Bisher
angewandte Behandlungen brächten zwar Hilfe, führten jedoch häufig noch
nicht zu einer vollständigen und langfristigen Beschwerdefreiheit.
In einer ersten Projektphase sei bereits eine umfangreiche Psychotherapie-
Studie mit fast 370 Patienten mit Panikerkrankungen durchgeführt worden,
hieß es weiter. Dies sei die größte Studie weltweit zur psychotherapeutischen
Behandlung von Panikstörungen. Mit der jetzt beginnenden zweiten Phase
sollen begonnene Untersuchungsvorhaben auf der Ebene der Psychophysiologie
und der Genetik intensiviert und durch neue psychobiologische Studien
ergänzt werden.
Es sei zu erwarten, dass sowohl die Studie als auch die neueren Forschungen
die psychotherapeutische und medizinische Therapie der Panikerkrankungen
grundlegend beeinflussen werden, erklärte der Sprecher des Forschungsnetzwerks,
Volker Arolt, der auch Direktor der Poliklinik für Psychiatrie und
Psychotherapie am Universitätsklinikum ist.