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Venlafaxin

 

Venlafaxin ist ein selektiver Serotonin- und Noradrenalinwiederaufnahmehemmer mit zusätzlicher schwacher Dopaminwiederaufnahmehemmung. Es wird eingesetzt zur Behandlung von:

- Episoden der Major Depression und Rezidivprophylaxe

- generalisierter Angststörung

- Panikstörung

- sozialer Phobie.

Es gibt u.a. Hinweise auf eine Wirksamkeit bei posttraumatischer Belastungsstörung, bei Depressionen im Rahmen einer Parkinson Erkrankung, bei chronischen Schmerzen, bei klimakterischen Beschwerden, bei prämenstruell-dysphorischem Syndrom und als Migräneprophylaxe.

Die empfohlene Dosis bei Depressionen liegt zwischen 75 und 375 mg/Tag, am besten als Retardpräparat.

In Dosierungen bis 75 mg/Tag blockiert Venlafaxin hauptsächlich die Serotoninwiederaufnahme, in höheren Dosen zusätzlich die Noradrenalinwiederaufnahme.

Venlafaxin ist insgesamt relativ gut verträglich. Seine angstlösende Wirkung tritt relativ schnell ein, bis zur Stimmungsaufhellung dauert es etwa zwei Wochen.

Es verursacht keine Gewichtszunahme, kann jedoch vor allem in höheren Dosierungen blutdrucksteigernd wirken und die Herzschlagfrequenz erhöhen. Es kann zu vermehrtem Schwitzen führen. Es wirkt nicht sedierend.

Literaturangabe

Benkert, Hippius,Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie, 9. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, 2013 Springer Medizin Verlag Berlin Heidelberg

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Medikamentöse Therapie

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