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Absetzerscheinungen / Absetzsyndrome

 

Absetzerscheinungen treten oft nach dem schlagartigen oder zu schnellen Absetzen von Antidepressiva, vor allem nach längerer Einnahmezeit auf.

Mögliche Symptome sind:

- Übelkeit bis hin zu Erbrechen

- Schwindel

- grippeähnliche Symptome

- Sensibilitätsstörungen (z.B. elektrisierende Gefühle im Kopfbereich, sog. „Zaps“)

- Schlafstörungen

- gedrückte Stimmung, Reizbarkeit, innere Unruhe

- Konzentrations- und Gedächtnisstörungen.

Die Beschwerden bilden sich meistens innerhalb einiger Tage zurück.

Durch die Wiedereinnahme des Antidepressivums verschwinden die Symptome in der Regel umgehend. Da einige Absetzerscheinungen auch als Symptome im Rahmen einer Depression auftreten, ist es manchmal schwierig, zwischen Absetzerscheinungen und einem depressiven Rückfall zu unterscheiden.

Am besten begegnet man solchen Phänomenen indem man das Absetztempo reduziert. Bei stärkeren oder länger anhaltenden Absetzerscheinungen ist es nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt bei einigen Wirkstoffen möglich, auf ein Medikament in Tropfenform auszuweichen, um so die Dosis einfacher, weil noch langsamer reduzieren zu können.

Literaturangabe

Benkert, Hippius, Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie, 9. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, 2013 Springer Medizin Verlag Berlin Heidelberg

Müller-Rörich, Hass, Margue, van den Broek, Wagner: Schattendasein – Das unverstandene Leiden Depression, 2. überarbeitete Auflage, 2013 Springer Medizin Verlag Heidelberg

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