• Home
  • Wissensdatenbank

Atypische Depression

 

Die sogenannte atypische Depression ist gekennzeichnet durch eine affektive Schwingungsfähigkeit, d. h. die Patienten verharren nicht in gedrückter Stimmung, sondern zeigen durchaus situationsangemessene Gefühle. Zusätzlich müssen zwei oder mehr der folgenden Symptome vorhanden sein:

- deutliche Gewichtszunahme

- vermehrtes Schlafbedürfnis

- bleierne Schwere der Extremitäten

- erhöhte Kränkbarkeit bei Zurückweisungen

Bei einer Studie an zwölf deutschen psychiatrischen Kliniken erfüllte eine relativ hohe Prozentzahl der Depressionspatienten die Kriterien für eine atypische Depression. Dabei wurden im Vergleich zu Patienten mit einer typischen Depression keine deutlichen Unterschiede bzgl. des Alters, der Schwere der depressiven Symptomatik und der Häufigkeit einer bipolaren Störung gefunden.

Jedoch waren unter den atypischen Depressionspatienten erheblich mehr Frauen vertreten. Zusätzlich fand man bei diesen Patienten vermehrt Angstsymptome, Schuldgefühle, Libido-Störungen, Depersonalisation, Misstrauen und somatische Beschwerden.

Patienten mit einer atypischen Depression sprechen vergleichsweise gut auf SSRI und MAO-Hemmer an.

Im ICD-10 ist die atypische Depression nicht als eigenständige Diagnose aufgeführt, sondern wird dort unter „sonstige depressive Episoden“ (F32.8) eingeordnet.

Literaturangabe

http://www.deutsche-depressionshilfe.de/stiftung/media/Riedel.pdf Stand März 2015

http://www.aerzteblatt-sachsen-anhalt.de/ausgabe/fachartikel/53-fachartikel-01-2013/89-therapieresistente-depressionen.html Stand März 2015

Kategorien

Diagnose

Zurück

Wissensdatenbank Depression

Unsere Wissensdatenbank soll Ihnen helfen, genau die Information zu finden, die Sie im Zusammenhang mit Depressionen benötigen. Durch viele Literaturhinweise und Quellenangaben können Sie außerdem noch weiter recherchieren. Dieses Informationsangebot wird von unserer Redaktion laufend ergänzt und aktualisiert. Die Thematik rund um die Depression ist sehr umfangreich, weil sie neben medizinischen auch soziale Aspekte betrifft. Wir haben deshalb zwölf Kategorien entwickelt, in denen Sie gezielt suchen können.

Bedenken Sie bitte, dass diese Informationen zwar nach bestem Wissen und Gewissen von uns erstellt wurden, in Einzelfällen aber auch umstritten oder unvollständig sein können. Für Aussagen in verlinkten Artikeln übernehmen wir keine Verantwortung. Fällen Sie wichtige Entscheidungen bitte immer nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und/oder Therapeuten!

Die von uns angegebenen Dosierungen der einzelnen Medikamente entsprechen den Empfehlungen für die ambulante Therapie, die vom Arzt verordnete Dosis kann jedoch im Einzelfall davon abweichen. Besonders im stationären Setting werden des öfteren deutlich höhere Dosierungen verordnet.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen gemäß den Richtlinienverfahren für Psychotherapie die Kosten für die Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Psychoanalyse. Psychotherapeuten arbeiten jedoch häufig nicht "methodenrein", sondern binden Elemente aus anderen Therapieformen in ihr Behandlungskonzept ein.

Sie können unsere Datenbank nach dem Inhaltsverzeichnis oder nach einer Stichwortsuche durchsuchen. Falls Sie etwas nicht finden, können Sie uns bei der Weiterentwicklung helfen, indem Sie uns Ihr gesuchtes Thema mit diesem Formular mitteilen. Unsere Redaktion kann dann ggfs. die nicht enthaltene Information in die Wissensdatenbank einfügen. Wir können Ihnen aber auf diesem Wege nicht persönlich antworten.

Wir hoffen, dass wir Sie mit unserer Wissensdatenbank bestmöglich in Ihrer Suche nach Informationen unterstützen können.

Dieses Projekt konnte mit der großzügigen Unterstützung der KKH-Kaufmännische Krankenkasse realisiert werden. Für die Inhalte der Wissensdatenbank übernimmt die KKH-Kaufmännische Krankenkasse keine Gewähr.