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Depression und Ernährung

 

In den Medien gibt es immer wieder Berichte, welche Nahrungsmittel die Entstehung von Depressionen begünstigen können.

Eine großangelegte Studie aus Großbritannien, die 2009 in der Fachpresse veröffentlicht wurde, verglich die Auswirkung von einer gesundheitsbewussten Ernährung (mit hohem Anteil von Gemüse, Obst und Fisch) mit der einer nicht gesundheitsbewussten Ernährung (mit hohem Anteil an gesättigten Fetten und Zucker) im Hinblick auf das Depressionsrisiko.

Die Untersuchung ergab, dass eine gesundheitsbewusste Ernährung das Depressionsrisiko für Personen mittleren Alters senkt.

Das ist jedoch kein Beweis, dass eine ungesunde Ernährung Depressionen verursacht.

Möglicherweise verändern Menschen, die auf eine Depression zusteuern, ihr Ernährungsverhalten oder andere Faktoren spielen eine Rolle.

Darüber hinaus gibt es Untersuchungen, welche Lebensmittel einen positiven Einfluss auf die Stimmung haben.

- Schokolade, Bananen, Datteln und Feigen enthalten relativ viel Tryptophan, eine Aminosäure, welche im Organismus in Serotonin umgewandelt wird. Es ist jedoch kaum möglich, soviel Tryptophan über die Nahrung aufzunehmen, dass die Stimmungslage dauerhaft verbessert werden kann.

- Eine kohlenhydratreiche und eiweißarme Kost zeigte in Untersuchungen bei stressempfindlichen und stimmungslabilen Personen eine positive Wirkung.

- Wenn es in der lichtarmen Jahreszeit zu einem möglichen Mangel an Vitamin D kommt, wird so auch die Serotoninproduktion gedrosselt. Daher entwickeln Personen, die zu saisonal abhängigen Depressionen (SAD) neigen, im Winter oft einen Heißhunger auf Kohlenhydrate.

- In Ländern mit hohem Fischkonsum sind Depressionen deutlich weniger verbreitet. Da Fisch sowohl Vitamin D als auch Omega-3-Fettsäuren enthält, können dabei beide Faktoren eine Rolle spielen.

Literaturangabe

http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/besteht-ein-zusammenhang-zwischen-ernahrung-und-dem-entstehen-von-depression/ Stand März 2015

http://www.ugb.de/serotonin/serotonin-schokolade-fischoel-kohlenhydrate/ Stand März 2015

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