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Depression und Parkinsonerkrankung

 

Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende,neurologische Erkrankung. Sie wird durch einen Mangel am Botenstoff Dopamin verursacht und äußert sich u.a. in Bewegungsstörungen, die vom Ruhe-Zittern der Hände bis zu völliger Muskelsteifheit führen können. Bis zu 50 Prozent der Parkinson-Patienten leiden zusätzlich unter Depressionen.

Dies lässt sich zum Teil durch die zunehmenden Belastungen und Einschränkungen im Rahmen der Parkinson-Erkrankung erklären.

Es scheint aber auch einen direkten Zusammenhang zu geben: bei der Parkinson-Krankheit kommt es durch den Dopaminmangel zu einem Ungleichgewicht der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin.

Möglicherweise besteht bereits vor dem manifesten Dopaminmangel auch ein Mangel an Noradrenalin, denn nicht selten ist die Depression das erste Anzeichen der Parkinson-Erkrankung und die motorischen Auffälligkeiten folgen erst Monate oder Jahre später.

Bei der Parkinson-Depression kommt es im Gegensatz zu anderen Depressionsformen vermehrt zu gereizter Stimmung. Die Betroffenen sind oft traurig und pessimistisch, haben Suizidgedanken, leiden aber weniger unter typisch depressiven Denkinhalten wie Schuld und Versagen.

Durch das Überschneiden von Parkinson- und Depressionssymptomen wird die Depression oft erst spät erkannt. Neben psychotherapeutischer Behandlung  kommen Antidepressiva zum Einsatz, die auf die jeweiligen Parkinson-Medikamente abgestimmt werden müssen.

Bei schweren therapieresistenten Depressionen werden auch bei der Parkinson-Depression EKT, rTMS, und DBS eingesetzt.

Literaturangabe

Niklewski, Günter Riecke-Niklewski, Rose: Depressionen überwinden 5. überarbeitete Auflage, 2010 Stiftung Warentest, Berlin

http://www.parkinson-web.de/content/behandlung/therapie_von_begleiterscheinungen/depression/index_ger.html Stand März 2015

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