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Depression und Schwangerschaft

 

Das Risiko, während einer Schwangerschaft an einer Depression zu erkranken, liegt bei etwa 10 %. Risikofaktoren sind insbesondere depressive oder bipolare Störungen in der Vergangenheit oder in der Herkunftsfamilie und/oder Probleme in der jetzigen Situation.

Eine Depression während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für eine Wochenbettdepression und kann auch die Entwicklung des Ungeborenen negativ beeinflussen.

Bei leichten und mittelgradigen Depressionen sind alle nichtmedikamentösen Therapien (u.a. Psychotherapie, Lichttherapie, Schlafentzug) zu bevorzugen.

Bei schweren Depressionen mit Suizidalität oder psychotischen Symptomen ist nach Abwägen aller Risiken auch während der Schwangerschaft eine Therapie mit Antidepressiva angezeigt.

Die Behandlung mit Antidepressiva sollte mit allen Fachärzten (Gynäkologe, Psychiater und Kinderarzt) abgesprochen werden. Ein Stillwunsch der Mutter sollte bei der Auswahl des Antidepressivums berücksichtigt werden.

Frauen mit Kinderwunsch, die langfristig auf Antidepressiva angewiesen sind und Frauen die während der Behandlung mit Antidepressiva ungewollt schwanger werden, sollten sich unbedingt beraten lassen.

Die Internetseite http://www.embryotox.de/ informiert Ärzte und Betroffene über alle bisher bekannten Risiken von Medikamenten in der Schwangerschaft.

Literaturangabe

Benkert, Hippius, Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie, 9. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, 2013 Springer Medizin Verlag Berlin Heidelberg

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