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Entschlussunfähigkeit

 

Vielen Betroffenen fällt es sehr schwer, selbst kleinste Entscheidungen zu treffen. Sie haben Angst, etwas falsch zu machen, grübeln endlos lange darüber nach, wie sie es richtig machen könnten, ohne wirklich zu einem Entschluss zu kommen. Einfach ja oder nein zu sagen, mit dem Risiko, dass die Entscheidung vielleicht doch falsch war, ist depressiven Menschen kaum möglich.

Dahinter steckt die Angst, Fehler zu machen, möglicherweise Schuld auf sich zu laden oder auch Antriebslosigkeit, die sich in diesem Fall im Denken zeigt.

Zitat: Es war mir lange Zeit nicht möglich, die Kleidung meiner Kinder in „passt noch“, Altkleidersammlung oder Müll zu sortieren.

Es wird allgemein davon abgeraten, weitreichende Entscheidungen (z.B. bzgl. Arbeitsplatz, Partnerschaft, Wohnung) in einer akuten Depression zu fällen, da auf Grund der depressiven Sichtweise oft keine realistische Einschätzung der Situation möglich ist.

Literaturangabe

Müller-Rörich, Hass, Margue, van den Broek, Wagner: Schattendasein – Das unverstandene Leiden Depression, 2. überarbeitete Auflage, 2013 Springer Medizin Verlag Heidelberg

und

Niklewski, Günter Riecke-Niklewski, Rose: Depressionen überwinden 5. überarbeitete Auflage, 2010 Stiftung Warentest, Berlin

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