• Home
  • Wissensdatenbank

Gefühle der Angehörigen

 

Beispiele für Gefühle, die häufig bei Angehörigen auftreten:

- Unsicherheit (vor allem anfangs): Das Verhalten des Angehörigen verändert sich, irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Die Angehörigen suchen nach „einfachen“ Erklärungen (z.B. Stress im Job) oder zweifeln an sich selbst.

- Verzweiflung und Mutlosigkeit: Depressionen dauern manchmal lange an und belasten die Beziehung.

- Kummer: Die frühere Leichtigkeit und Freude in der Beziehung wird vermisst. Verantwortung kann oft nicht mehr geteilt und Entscheidungen müssen allein gefällt werden.

- Wut: Vor der Krankheit war es die Wut über bestimmte Verhaltensweisen, jetzt ist es oft die Wut auf den ganzen (so veränderten) Menschen.

- Schuld: Angehörige können Schuldgefühle entwickeln, weil sie die Geduld verloren haben, wütend geworden sind, glauben nicht genug für den anderen getan oder etwas falsch gemacht zu haben.

- Einsamkeit: Durch die Depression vergrößert sich der Abstand in der Beziehung. Soziale Kontakte nach außen werden reduziert, weil der Erkrankte nicht mitgeht.

- Scham: Die Angehörigen fürchten Schuldzuweisungen oder empfinden das Verhalten des Erkrankten als peinlich.

- Angst: Durch die Depression verändern sich Partnerschaft und Familienleben. Existenzielle Sorgen treten auf, manche Angehörige befürchten einen Suizidversuch des Erkrankten.

Es ist wichtig, diese Gefühle zu akzeptieren und darüber mit dem Betroffenen selbst oder mit Freunden, in Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen zu sprechen.

Die Depression kann sich auch positiv auf Angehörige auswirken, beispielsweise werden eigene Fähigkeiten entdeckt oder Werte neu definiert.

Literaturangabe

Buijssen, Huub, Depression - Helfen und sich nicht verlieren, 1. Auflage, 2011 Beltz Verlag, Weinheim und Basel

Kategorien

Angehörige

Zurück

Wissensdatenbank Depression

Unsere Wissensdatenbank soll Ihnen helfen, genau die Information zu finden, die Sie im Zusammenhang mit Depressionen benötigen. Durch viele Literaturhinweise und Quellenangaben können Sie außerdem noch weiter recherchieren. Dieses Informationsangebot wird von unserer Redaktion laufend ergänzt und aktualisiert. Die Thematik rund um die Depression ist sehr umfangreich, weil sie neben medizinischen auch soziale Aspekte betrifft. Wir haben deshalb zwölf Kategorien entwickelt, in denen Sie gezielt suchen können.

Bedenken Sie bitte, dass diese Informationen zwar nach bestem Wissen und Gewissen von uns erstellt wurden, in Einzelfällen aber auch umstritten oder unvollständig sein können. Für Aussagen in verlinkten Artikeln übernehmen wir keine Verantwortung. Fällen Sie wichtige Entscheidungen bitte immer nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und/oder Therapeuten!

Die von uns angegebenen Dosierungen der einzelnen Medikamente entsprechen den Empfehlungen für die ambulante Therapie, die vom Arzt verordnete Dosis kann jedoch im Einzelfall davon abweichen. Besonders im stationären Setting werden des öfteren deutlich höhere Dosierungen verordnet.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen gemäß den Richtlinienverfahren für Psychotherapie die Kosten für die Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Psychoanalyse. Psychotherapeuten arbeiten jedoch häufig nicht "methodenrein", sondern binden Elemente aus anderen Therapieformen in ihr Behandlungskonzept ein.

Sie können unsere Datenbank nach dem Inhaltsverzeichnis oder nach einer Stichwortsuche durchsuchen. Falls Sie etwas nicht finden, können Sie uns bei der Weiterentwicklung helfen, indem Sie uns Ihr gesuchtes Thema mit diesem Formular mitteilen. Unsere Redaktion kann dann ggfs. die nicht enthaltene Information in die Wissensdatenbank einfügen. Wir können Ihnen aber auf diesem Wege nicht persönlich antworten.

Wir hoffen, dass wir Sie mit unserer Wissensdatenbank bestmöglich in Ihrer Suche nach Informationen unterstützen können.

Dieses Projekt konnte mit der großzügigen Unterstützung der KKH-Kaufmännische Krankenkasse realisiert werden. Für die Inhalte der Wissensdatenbank übernimmt die KKH-Kaufmännische Krankenkasse keine Gewähr.