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Interpersonelle Psychotherapie nach Klerman und Weissman / IPT

 

Diese relativ junge Therapieform wurde speziell für die Behandlung der unipolaren Depression entwickelt. Sie geht davon aus, dass Depressionen in der Regel durch den Verlust einer wichtigen Bezugsperson oder aus einem zwischenmenschlichen Konflikt heraus entstehen.

Ziel der Therapie ist eine bessere Bewältigung der aktuellen Lebenssituation. Dabei kann es um Verlusterfahrungen, um aktuelle zwischenmenschliche Konflikte, um Probleme mit veränderten sozialen Rollen oder allgemein um Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich gehen.

Die interpersonelle Therapie ist klar strukturiert und normalerweise zeitlich begrenzt.

Wichtige Bestandteile sind die Information des Patienten über die depressive Störung und den Zusammenhang mit einem zwischenmenschlichen Konflikt, die Formulierung von Therapiezielen, Erkennen und gegebenenfalls Verändern von Bindungs- und Beziehungsmustern, Erlernen neuer Kommunikationsstrategien und Umgang mit Gefühlen. Obwohl Untersuchungen eine hohe Wirksamkeit besonders für die Zeit nach der Depression belegen, gehört diese Therapieform bisher noch nicht zu den Richtlinienverfahren und wird deshalb auch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Diesbezügliche Diskussionen laufen in den zuständigen Gremien. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, ist momentan aber nicht absehbar.

Literaturangabe

Niklewski, Günter, Riecke-Niklewski, Rose, Depressionen überwinden, 5. überarbeitete Auflage, 2010 Stiftung Warentest, Berlin

http://www.ipt.awp-depression.de/IPT/ Stand März 2015

Kategorien

Psychotherapie, Psychotherapiemethoden

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