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Psychiatrische Klinik

 

In einer psychiatrischen Klinik oder in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses werden alle Arten psychischer Erkrankungen behandelt.

Beim Vorliegen einer Notfall-Einweisung ist die zuständige psychiatrische Klinik zur Aufnahme des Patienten verpflichtet. Patienten können aber im Notfall auch ohne Einweisung die Ambulanz der Klinik aufsuchen.

Die Schwerpunkte der Psychiatrie liegen auf der Diagnostik und medikamentöser Therapie, es werden aber auch psychotherapeutische Gespräche und verschiedene Formen von Beschäftigungstherapien angeboten. Die einzelnen Therapiezeiten sind in der Regel in einem Wochenplan festgehalten, der den Patienten ausgehändigt wird.

Häufig findet man auf psychiatrischen Akutstationen Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern (z. B. Psychosen), was auf depressive Patienten anfangs beängstigend oder befremdend wirken kann.

Dennoch bedeutet es für viele Patienten eine Erleichterung, einen Teil der Verantwortung für sich selbst abzugeben, nicht mehr funktionieren zu müssen, keine Erwartungen erfüllen zu müssen, versorgt zu werden und (fast) jederzeit einen Ansprechpartner für seine Ängste und Sorgen bei Personal und Mitpatienten zu haben.

Wichtige Gründe für eine dringende Aufnahme in die Psychiatrie sind

- akute Suizidgefahr oder Suizidversuche

- wenn der Betroffene aufgrund der Schwere der Depression nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst zu versorgen

Man unterscheidet „offene“ und „geschlossene“ Stationen.

Patienten von offenen Stationen können sich auf dem Krankenhausgelände frei bewegen und nach Absprache auch das Gelände verlassen.

Auf geschlossene Stationen kommen in der Regel nur akut suizidgefährdete Patienten, die eine engmaschige Beobachtung benötigen. Sie dürfen häufig nur in Begleitung die Station verlassen.

Literaturangabe

Müller-Rörich, Hass, Margue, van den Broek, Wagner: Schattendasein – Das unverstandene Leiden Depression, 2. überarbeitete Auflage, 2013 Springer Medizin Verlag Heidelberg

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Stationäre Therapie

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