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Resilienz / innere Widerstandskraft

 

Unter Resilienz (lat. resilire = zurückspringen, abprallen) versteht man die Fähigkeit eines Menschen, Schicksalsschläge zu bewältigen.

Bei der langjährigen Beobachtung von Kindern, die unter sehr schlechten sozialen Bedingungen aufwuchsen (u.a. Vernachlässigung, Missbrauchs- und Gewalterfahrungen, Kriegstraumata), stellte sich heraus, dass ca. ein Drittel dieser Kinder ihr Leben durchaus erfolgreich bewältigen konnte.

Forscher untersuchten daraufhin, welche Faktoren dazu beitragen, dass Kinder an widrigen Lebensumständen nicht zerbrechen, sondern sogar gestärkt daraus hervorgehen.

Anlagebedingte und persönliche Eigenschaften wie Fröhlichkeit, Aufgeschlossenheit und Geselligkeit erleichtern diesen Kindern den sozialen Kontakt und fördern ihre motorischen und sprachlichen Fähigkeiten. Sie entwickeln bereits in der Kindheit gute Problemlösefähigkeiten, erleben so ihre Selbstwirksamkeit und verfügen über ein hohes Selbstwertgefühl. Mindestens eine stabile und verlässliche Bezugsperson, zusätzliche Unterstützer innerhalb und außerhalb der Familie (z.B. Lehrer, Betreuer) sowie positive Rollenvorbilder sind weitere Voraussetzungen für eine positive Entwicklung.

Resilienz kann auch im Erwachsenenalter erlernt werden.

Folgende Fähigkeiten sind dabei von besonderer Bedeutung:

- die Akzeptanz der Wirklichkeit mit allen zugehörigen positiven sowie negativen Gefühlen

- eigenverantwortliches Handeln (statt Verharren in der Opferrolle)

- die Erfahrung der Selbstwirksamkeit

- Optimismus

- Anpassungsfähigkeit und Lösungsorientiertheit

- Aufbau und Pflege eines stabilen sozialen Netzes.

Literaturangabe

http://www.stehaufmenschen.de/stehauf-menschen.html Stand März 2015

http://www.zeitzuleben.de/22775-resilienz-wie-sie-krisen-besser-ueberstehen/ Stand März 2015

Kategorien

Depression und besondere Lebenssituation, Ursachen und Erklärungsmodelle

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