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Welcher Therapeut ist der Richtige?

 

Das Geschlecht des Therapeuten ist nicht so wichtig, wie oft angenommen wird.

Viele Frauen bevorzugen z.B. bei Sexualproblemen oder Essstörungen eine Therapeutin. Bei Vergewaltigung oder sexuellem Missbrauch wird dies in der Regel auch empfohlen.

Manche Männer erwarten von einem männlichen Therapeuten ein besseres Verständnis für ihre Situation. Andere Männer bevorzugen hingegen eine Therapeutin, weil sie dort mehr Einfühlungsvermögen erwarten und bei einem männlichen Therapeuten eher höhere Anforderungen und Rivalität befürchten.

Manchmal wird auch empfohlen, negative Erfahrungen mit Männern oder Frauen (z.B. in der Kindheit mit einem Elternteil) mit einem Therapeuten aufzuarbeiten, der diesem Geschlecht entspricht.

Auch das Alter des Therapeuten ist in aller Regel nicht so wichtig.

Junge Therapeuten sind meist nicht so überlaufen und gleichen den Mangel an langjähriger beruflicher Erfahrung oft durch hohes Engagement und den aktuelleren Wissensstand aus.

Dennoch können sich viele ältere Patienten nicht vorstellen, dass ein Therapeut im Alter der eigenen Kinder und ohne größere Lebenserfahrung bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen kann.

Für eine erfolgreiche Therapie ist neben der fachlichen Qualifikation auch die Persönlichkeit des Therapeuten wichtig. Der Patient sollte sich mit seinen Problemen angenommen fühlen, die Chemie muss stimmen.

Literaturangabe

Hans Morschitzky: Psychotherapie Ratgeber: Ein Wegweiser zur seelischen Gesundheit, 2007 Springer Verlag/Wien

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Psychotherapie

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