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Neue Podcast-Folge "Kopfsalat": Der Krisendienst - Wie schützt ein Telefonat vor Suizid?

 

Wenn bei Benjamin Ochel das Telefon klingelt, ist der Anlass meist kein freudiger. Wie hilft man am Telefon Menschen, die depressiv oder sogar suizidgefährdet sind? Im Gespräch mit den Moderatorinnen Sonja Koppitz und Sara Steinert erzählt der Seelsorger des Berliner Krisendienstes, wie ein Griff zum Hörer ein erster Schritt sein kann. “Das Wichtigste ist erstmal, dass wir überhaupt da sind und dass es eine Ansprechmöglichkeit gibt. Denn oftmals ist es einfach schwierig, jemanden zu finden, dem man vertrauen möchte”, sagt Benjamin Ochel über das Hilfsangebot. Dabei ist es den Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen wichtig, jede Art von Krise ernst zu nehmen, keine schnellen Lösungsvorschläge zu geben und individuell auf die Hilfesuchenden einzugehen. Denn “Krise wird durch die Person definiert, die bei uns anruft”, so Ochel.

Wie jemandem geholfen wird, der in einer Depression steckt, erläutert er ebenso wie die Vorteile, die ein Telefonanruf mit sich bringt. Gerade die Anonymität und Unverbindlichkeit könne helfen, sich Hilfe zu suchen. Neben Betroffenen wenden sich auch Angehörige an den Berliner Krisendienst, oft mit der Frage, wie sie nahestehende Menschen in Krisen dazu animieren können, Hilfe anzunehmen. “Vielleicht erzählen Sie einfach, was Sie erlebt haben, als Sie beim Krisendienst angerufen haben”, gibt Benjamin Ochel als Tipp. Zum Abschluss erzählt er, warum ihm sein Job trotz aller Herausforderungen Spaß macht und weist auf das Berliner Netzwerk für Suizidprävention mit vielen weiteren Hilfsangeboten hin.

Kopfsalat – Der Freunde fürs Leben-Podcast über Depressionen, Gefühle und den ganzen anderen Salat im Kopf erscheint monatlich und ist auf frnd.de sowie auf iTunes, Spotify, Deezer und Audio Now abrufbar. Er wird als Projekt der Deutsche DepressionsLiga e.V. im Rahmen der Selbsthilfeförderung durch die Techniker Krankenkasse (TK) gefördert.

Seit 2001 klärt der gemeinnützige Verein Freunde fürs Leben e.V. Jugendliche und junge Erwachsene über seelische Gesundheit, Depression und Suizid auf. Denn durch gezielte Informationsvermittlung über Warnsignale, Hilfsadressen und Therapiemöglichkeiten ist Suizidprävention möglich. Mit kreativen und jugendlichen Projekten und Kampagnen wollen Freunde fürs Leben mehr Akzeptanz für die Tabuthemen Depression und Suizid erzeuge 

Die Techniker

Weitere Informationen und Bildmaterial unter presse@frnd.de.

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