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PRESSEMITTEILUNG:

Corona-Krise: Vermehrt Depressionen und Suizide zu befürchten – Bundesregierung muss handeln

Bonn, 29. März 2020 – Die Deutsche DepressionsLiga e.V. (DDL) unterstützt aus Solidarität mit allen Betroffenen die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Gleichzeitig appelliert die DDL, die möglichen Folgen  zu berücksichtigen: Menschen haben verstärkt mit psychischen Problemen zu kämpfen – durch Isolation, Existenzängste, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Insolvenzen. Schon vor Corona waren es rund fünf Millionen Bundesbürger, die an Depression erkrankt sind. Schon ohne Corona starben im Jahr 2017 insgesamt 9235 Personen durch Suizid – über 25 Menschen pro Tag (Quelle: Bundesamt für Statistik). Und: Depression ist ein häufiger Grund für Suizid.

Das Gesundheitssystem muss jetzt optimiert werden. Es gilt sicherzustellen, dass Menschen mit Depression ohne lange Wartezeiten und bürokratische Hürden professionelle Hilfe erhalten. Nicht nur in Krisenzeiten, sondern in allen Zeiten.

Auch wenn Ausgangsbeschränkungen im ersten Schritt notwendig sind, darf die Verhältnismäßigkeit nicht aus den Augen verloren werden. Die Politik muss Strategien und Konzepte entwickeln, damit schnellstmöglich wieder ein normales Leben möglich ist. Zum Wohle aller Menschen – auch und insbesondere jener, die schon jetzt von Depression betroffen sind und unter den Einschränkungen verstärkt leiden.

Um Menschen mit Depression zumindest ein bisschen Struktur im Tagesablauf zu geben, hat die Deutsche DepressionsLiga e.V. auf ihrer Facebook- und Instagramseite die Serie „Miteinander“ gestartet. Jeden Tag um 10 Uhr und um 18 Uhr wird ein Beitrag veröffentlicht mit unterschiedlichen Inhalten: Bilder, Musik, Lesetipps und mehr sollen Betroffenen Abwechslung und Halt geben.

Mit freundlichen Grüßen

Armin Rösl
Vorstandsmitglied und Öffentlichkeitsbeauftragter

Telefon: 07144-70489-60

E-Mail: a.roesl@depressionsliga.de

 

Pressemitteilung als PDF-Download

 

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