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PRESSEMITTEILUNG: „Wir brauchen einen Klimawandel beim Umgang mit psychischen Erkrankungen!“

PRESSEMITTEILUNG

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„Wir brauchen einen Klimawandel 
beim Umgang mit psychischen Erkrankungen“


Deutsche DepressionsLiga e.V. fordert von der künftigen Bundesregierung bessere und nachhaltige Politik beim Thema seelische Gesundheit

Bonn/Frankfurt, 10. Oktober 2021 – Anlässlich des Welttages der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober appelliert die Deutsche DepressionsLiga e.V. (DDL) an alle Parteien und insbesondere an jene, die die künftige Bundesregierung bilden: Deutschland braucht nicht nur eine bessere und nachhaltige Klimapolitik bezogen auf Umwelt und Natur, sondern auch in Sachen seelischer Gesundheit und psychischer Erkrankungen. Auch hier muss ein Wandel eintreten, damit sich das Klima für Betroffene verbessert. 

Reden Sie, sehr geehrte Bundespolitikerinnen und Bundespolitiker, nicht nur über die „Volkskrankheit Depression“ (jährlich erkranken in Deutschland daran ca. 5,3 Millionen Menschen) – handeln Sie! Sorgen Sie dafür, dass Betroffene nicht lange auf einen Therapieplatz warten müssen! Sorgen Sie dafür, dass Betroffene weder in der Gesellschaft noch in der Arbeitswelt sich ihrer Erkrankung schämen und sie verstecken müssen! „Es kann nicht sein, dass sich auch im 21. Jahrhundert noch ein Mensch als Außenseiter oder als Verlierer fühlen muss, weil er an Depression erkrankt ist“, sagt Vorsitzende Waltraud Rinke.

Hören Sie, sehr geehrte Politikerinnen und Politiker, bei Ihren Koalitionsverhandlungen, bei Überlegungen zu Gesetzesänderungen (Stichwort: „Rasterpsychotherapie“) und bei Beratungen nicht nur die Stimmen von Wissenschaftlern und Medizinern, hören Sie insbesondere die Stimmen der Betroffenen. Entscheiden Sie nicht über sie, sondern gemeinsam mit ihnen, um für alle Beteiligten ein gutes Klima zu schaffen. „Es braucht in Deutschland ein viel besseres Klima der Akzeptanz von psychischen Erkrankungen“, sagt der stellv. Vorsitzende und Sprecher der DDL, Armin Rösl. „Im Wahlkampf betonten die Parteien, dass es ein ,weiter so‘ nicht mehr geben dürfe. Das gilt auch im Umgang mit dem Thema seelische Gesundheit und der Depression.“

Während die Parteien noch über mögliche Koalitionen für die neue Bundesregierung verhandeln, haben die Mitglieder der DDL bei der Mitgliederversammlung am 9. Oktober in Frankfurt am Main ihren neuen Vorstand gewählt und ihm den klaren Auftrag gegeben: Die DDL setzt sich gemeinsam mit ihren Mitgliedern auf allen Ebenen weiter für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Betroffenen ein.

Der Vorstand: 

Vorsitzende: Waltraud Rinke
Stellv. Vorsitzender und Öffentlichkeitsarbeit: Armin Rösl
Kassenwart: Frank Mercier
Schriftführerin: Christine Müller
Beisitzer*innen: Stefanie Waßmann, Karsten Schröder, Jürgen Leuther

Mit freundlichen Grüßen

Armin Rösl
Stellv. Vorsitzender und Sprecher

Telefon: 07144-70489-60

E-Mail: a.roesl@depressionsliga.de

 

Deutsche DepressionsLiga e.V.: 

Die Deutsche DepressionsLiga e.V. ist eine bundesweit aktive Patientenvertretung für an Depressionen erkrankte Menschen. Sie ist eine reine Betroffenenorganisation, deren Mitglieder entweder selbst von der Krankheit Depression betroffen oder deren Angehörige sind. Die DDL ist als gemeinnützig anerkannt und finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuwendungen. Der Vorstand und die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich an ihren Zielen Aufklärung und Entstigmatisierung, an Angeboten der Hilfe und Selbsthilfe für Betroffene und an der Vertretung der Interessen Depressiver gegenüber Politik, Gesundheitswesen und Öffentlichkeit. Dabei wird stets auf Unabhängigkeit von der Pharmaindustrie oder sonstigen Interessengruppen geachtet, diese ist auch in der Satzung festgeschrieben. 

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